Woran sollte ei Hundekäufer denken bevor er sich einen Hund zulegt?

Man kann es gar nicht oft genug sagen: Bitte vor dem Kauf genau bedenken, ob Sie einem Hund ein gutes Leben bieten können! Hier sollte man nicht leichtfertig antworten, genau überlegen, ob man auch zukünftig die Möglichkeit hat, nicht nur das nächste Jahr einplanen. Diese Hunde werden sehr alt, wenn nichts dazwischen kommt. Eine Lebenserwartung von 15-18 Jahre ist keine Seltenheit. Sie holen sich ein Lebewesen ins Haus, mit Gefühlen und Sie sollten genug Verantwortungsgefühl haben, um dieses kleine vertrauensvolle Seelchen nicht zu verletzen, wenn der nächste Sommerurlaub ansteht.

Haben Sie genug Zeit für den Hund? Können Sie die Zeit erübrigen, den Welpen anfangs noch ca. alle 2 Stunden raus zu bringen, ständig aufpassen, dass er keinen Unsinn macht, nicht ins Haus macht. Ein wachsames Auge auf ihn haben, rund um die Uhr? Können Sie die ersten Wochen mit etwas weniger Schlaf auskommen, wenn der Welpe auch in der Nacht raus muss? Haben Sie die Zeit und die Lust zur Welpenschule zu gehen? Wie lange gehen Sie auf Arbeit? Haben Sie für die erste Woche die Möglichkeit Urlaub zu nehmen? Wie lange sind Sie aus Haus, wenn der Alltag wieder einsetzt? Ein Hund sollte generell nicht den ganzen Tag allein zu Hause bleiben. Egal ob es ein Welpe oder ein ausgewachsener Hund ist. 4-5 Stunden kann ein Hund auch ohne Weiteres allein bleiben, wenn er es gelernt hat. Länger sollte er allerdings nicht allein bleiben müssen. Sie sollten genug Zeit und vor allem auch Lust dazu haben, dem Hund all die Jahre, jeden Tag bei jedem Wetter genug Auslauf und Möglichkeit zum Lösen zu bieten. (Also Gassi gehen!) Mindestens 3x Täglich! Weniger grenzt an Tierquälerei!

Ist die Mehrbelastung finanziell tragbar? Nicht nur der Kaufpreis ist zu verschmerzen, vielmehr zahlt man im Laufe der Zeit für Futter, Tierarzt, Steuern, Versicherung, Zubehör, Ausbildung etc... Wird der Hund krank oder hat er eine Verletzung, kann es schnell sehr teuer beim Tierarzt werden. Nicht nur die regelmäßigen Entwurmungen und Impfungen sind zu tragen. Steuern sind regional unterschiedlich, informieren Sie sich vorab beim Finanzamt, mit welchem Steuersatz Sie rechnen müssen. Beiträge für die Hundeschule sollte man besonders zu Beginn aufbringen. Man kann nie so verrückt denken, wie das Leben spielt. Eine Versicherung für den Hund ist anzuraten, auch wenn der Hund noch so lieb ist. Freut er sich über jemanden und hopst ihn an, kommt dieser Mensch ins Stolpern und fällt, kann es teuer werden, läuft er über die Straße und ein Massenunfall ist die Folge sind Sie ohne Versicherung schlecht dran.

Haben Sie genug Herz für ein kleines Lebewesen? Nicht nur Ihrer Familie müssen Sie gerecht werden können, auch die Belange des Hundes müssen Beachtung finden. Der Hund sollte kein Kinderspielzeug werden, Sie müssen darauf achten, dass die geliebten Kinder den Hund respektvoll behandeln. Selbstverständlichkeiten leiden leider heutzutage immer mehr unter der oft sehr stark ausgearteten antiautoritären Kindererziehung. Wenn die Kinder nicht lernen, dass es Grenzen gibt, muss man sich nicht wundern, wenn der Hund sich eines Tages wehrt. Achten Sie im Vorfeld auf ein gutes Miteinander. Können Sie es akzeptieren, dass der Hund Ihre Nähe sucht, dass er Anfangs mit ins Schlafzimmer darf und neben dem Bett in einem Körbchen schläft, bis er sich eingelebt hat? Sie müssen Nachts raus mit ihm, da können Sie seinen Schlaf und Bedarf nicht kontrollieren, wenn er unter der Treppe schlafen muss. Auch wurde ein Welpe aus seiner Familie heraus gerissen, das soziale Umfeld ist von einem Moment zum nächsten einfach weg. Er prägt sich schneller und besser in sein neues Umfeld und an seine neue Familie, wenn er die erste Zeit zumindest jemanden bei sich hat, wenn er schläft und nicht verstoßen allein ausgegrenzt wird. Keine Angst, später kann er immer noch (wenn er sich eingelebt hat und auch tagsüber schon gewohnt ist, allein im Körbchen zu schlafen) seinen nächtlichen Schlafplatz umgesiedelt bekommen.

Sind Sie tolerant genug? Ein Hund macht Geräusche und auch tatsächlich Schmutz. Das scheint vielen irgendwie verborgen zu sein, wenn sie niedliche Hundeaugen sehen. Besonders im Winter haftet oft der Schmutz und Matsch der Straßen an den Hundepfoten. Er trägt diesen Straßenschmutz ebenso wie wir Menschen am Schuh, zur Tür herein. Wenn es regnet, wird der Hund nass, auch wenn Dansk-Svensk-Gardhunde nicht gern bei Regen vor die Tür gehen. Auch sandige Pfoten können einen Abdruck hinterlassen, wenn der Hund ans Hosenbein springt. Der Hund unterscheidet nicht zwischen guter Kleidung, wenn Sie zum Geburtstag gehen wollen oder Hundekleidung die schmutzig werden darf. Ist der Hund mal krank und braucht Betreuung, muss man ggf. auch eine Einladung ausfallen lassen oder Besuch ggf. auf einen anderen Termin verschieben.

Sind Sie gesundheitlich in der Lage? Ein Hund bedarf Aufmerksamkeit, besonders Welpen möchten noch viel Spielen, Toben, Rennen, Erleben, Lernen, pullern auch mal hin. Können Sie dies körperlich und seelisch gewährleisten? DSG Hunde sind durchaus auch für ausgedehnte Kuscheltage auf dem Sofa zu begeistern, aber Bewegung benötigen auch sie. Es sind durchaus richtige Sporthunde, die mit Begeisterung überall dabei sind. Von Agility, Radfahren (im gesunden Maße und mit Bedacht) Stundenlage Wanderungen (notfalls sind sie im Rucksack mit dabei) Hundesport, Ausritte am Pferd, machen sie alles mit. Man muss kein Sportler sein, aber sich zumindest noch gut bewegen können und auch die lange Lebenszeit des Hundes mit bedenken. Der Hund altert ebenso wie wir Menschen, sie werden ruhiger und sind über gemütliche Fernsehabende ebenso froh wie die Menschen. Aber wenn man selbst schon weit im Alter fortgeschritten ist, muss man sich auch absichern, was aus dem Hund wird, wenn einem selbst die Gesundheit später einen Strich durch die Hundehaltung macht. Unsere Hunde haben hier weniger zu befürchten. Wir geben unsere Hunde nur mit einem Schutzvertrag ab, der die Rücknahme und Aufnahme unserer Hunde zu jeder Zeit garantiert. Unsere Hunde werden also niemals in einem Tierheim ungewollt wo landen, wo sie nicht hingehören.

Vertragliches und Erwartungen an die neuen Hundeeltern: so geht es weiter

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